Die Unterhaltungsindustrie fordert…

ParagraphDamit beginnen zahlreiche Artikel die man so liest, wo man schon anhand der Überschrift sicher sein kann ‚jetzt kommt wieder etwas wofür man normalerweise in den Knast gehen müsste‘.

Und tatsächlich ist es wieder so. Die US-Unterhaltungsindustrie will Rootkits und Trojaner gegen User einsetzen welche gegen das Urheberrecht verstoßen.

Viele kennen vielleicht den FBI, oder Bundespolizei Trojaner oder ähnliche Tools, die man sich am PC ‚einfangen‘ kann. Hierbei wird der Rechner mittels Rootkit/Trojaner mehr oder weniger unbrauchbar gemacht und man wird aufgefordert ein Lösegeld zu zahlen damit man wieder die Kontrolle über den eigenen Rechner hat. Ganz schlimme Sache, wenn jemand so etwas passiert rate ich generell einmal zur Neuinstallation des Systems.

Und es ist auch kaum vorstellbar, dass so etwas auch von legalen Unternehmen mit ihren Kunden gemacht werden könnte. Doch genau dies fordert nun die US-Unterhaltungsindustrie.

Konkret wünscht man sich das Recht bzw. die Möglichkeit Spionagesoftware, also Rootkits, Trojaner und Co., auf den Rechnern der Kunden unterbringen zu können um festzustellen, ob der Nutzer illegitime Kopien von Musik oder Filmen am Rechner hat. Falls dies der Fall ist, dann soll der Rechner so lange gesperrt bleiben bis sich der Kunde selbst anzeigt. 

Die Wünsche der Unterhaltungsindustrie gehen aber noch weiter. Sie hätten auch gerne legalen Zugriff auf die Webcam des Rechners um Fotos der Benutzer zu machen und auch die Möglichkeit bzw. das Recht zur physischen Zerstörung von Computersystemen eines ‚Hackers‘.

Nur um das klar zu stellen. Dies sind definitiv illegale Handlungen. Für die Personen hohe Strafen zahlen bzw. mehrere Jahre Gefängnis aufgebrummt bekommen, wenn sie so etwas machen/erwischt werden. Ich würde so ein Vorgehen mit den Worten, Erpressung, Nötigung, Sachbeschädigung und Sabotage bezeichnen.


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